Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
...

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 3.905 mal aufgerufen
 ALGERISCHE KULTUR
waharania Offline




Beiträge: 672

24.08.2007 23:25
Film Antworten

Bab el oued City
Spielfilm Algerien 1993, Farbe
Buch und Regie: Merzak Allouache
Redaktion: Peter Nadermann

Wenn die strengen Brüder zu den Treffen der islamischen Heilsfront eilen, sehen die eingesperrten Schwestern zu Hause "Dallas" über das Satellitenfernsehen. Auf den Dächern von Bab el oued, einem Stadtteil von Algier, stehen neben den Lautsprechern, die zum Gebet mahnen, die Parabolantennen, die die Verbindung zur westlichen Welt herstellen.

Boualem ist 25 Jahre alt. Er arbeitet in einer Bäckerei. Nach einer arbeitsreichen Nacht wird er am Vormittag von den dröhnenden Gebetsrufen geweckt. Der Lautsprecher wurde direkt über ihm auf der Dachterrasse seines Hauses installiert. Wutentbrannt montiert er den Lautsprecher ab und wirft ihn ins Meer. Eine Gruppe von jungen Arbeitslosen, angeführt von Said, der sich selbst zum Hüter von Ordnung und Moral erhoben hat, leitet die Suche nach dem Übeltäter ein.

Die Frauen sind machtlos gegen das Treiben der Männer. Sie verfolgen tatenlos das Geschehen hinter den Gardinen ihrer Fenster. Yamina, Saids Schwester, und Boualem, sind ineinander verliebt. Zufällig ist Yamina Zeugin seines Anschlags auf den Lautsprecher geworden. Bei einem ihrer heimlichen Treffen in einer Kirche werden Boualem und Yamina von Said aufgespürt. Die Gewalt nimmt ihren Lauf ...

Stab
Buch und Regie: Merzak Allouache
Schnitt: Marie Colonna
Kamera: Jean-Jacques Mréjen
Ton: Philippe Sénéchal
Musik: Rachid Bahri
Produktion: Les Matins Films (Frankreich)
Flash-Back Audiovisuel (Algerien)
La Sept Cinema (Frankreich)
Thelma Film A.G. (Schweiz)
in Co-Produktion mit dem ZDF
Redaktion: Peter Nadermann
Sendelänge: 91'09"
Erstsendung: 13. Juni 1994 im ZDF

Besetzung
Yamina - Nadia Kaci
Said - Mohamed Ourdache
Boualem - Hassan Abdou
Rachid - Mourad Khen
Mabrouk - Mabrouk Ait Amara
Mess' - Messaoud Hattou
Paulo - Michel Such
La tante - Simone Vignote

Quelle: http://www.zdf.de

Bavarois Offline




Beiträge: 804

29.08.2007 06:57
#2 «Indigènes» von Rachid Bouchareb Antworten


Das Leben für die «Mère Patrie»

Was kümmert uns Gerechtigkeit für die maghrebinischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg? «Indigènes» von Rachid Bouchareb erzählt davon in einem der stärksten Filme des Kinojahres. Von Martin Walder

Was bringt den treuherzigen kleinen Algerier Saïd im Jahr 1943 dazu, sich leuchtenden Auges für ein Land opfern zu wollen, das er nicht einmal von ferne kennt? Das Bild ist archaisch, tausendmal gesehen: Ein junger Mann reiht sich in die Kolonne von Freiwilligen ein, eine Mutter schaut ihm mit versteinertem Gesicht aus dem Torbogen nach. Die lange Vorgeschichte von Frankreichs «armée d'Afrique» wird nicht erklärt, es wird gleich erzählt. Und immer auch gesungen, im klobigen Stiefelrhythmus im Wüstensand: «C'est nous les Africains. Qui revenons de loin. Nous venons des colonies. Pour sauver la Patrie.»

Was aber sind uns diese «Africains»? Es gehört zur Grösse des Films «Indigènes», dass die Frage gleich obsolet wird. Das Bilderbuch, das der französische Filmemacher Rachid Bouchareb zu Beginn aufblättert, blendet von Algerien nach Marokko hinüber, dort lässt sich im Gespräch zweier Männer aufschnappen: Es geht natürlich auch um Sold. Am Ende dieses aufwühlenden Freskos aber hat sich uns eine historische Dimension erschlossen, wenn von den «Africains» erzählt wird, den Soldaten aus Schwarzafrika und aus dem Maghreb, die während des Zweiten Weltkriegs in französischen Diensten standen. Es heisst koloniale Geschichte aufzuarbeiten, heisst Anerkennung einzufordern und in Frankreich auf materieller Entschädigung, konkret: der Anpassung der 1959 skandalös eingefrorenen Renten der Veteranen zu beharren. Vor Jahren versprochen, wird sie bis heute nur zögerlich realisiert.

Kein Wunder, hat «Indigènes», letztes Jahr in Cannes im Wettbewerb und danach für den Oscar des besten fremdsprachigen Films nominiert, die Diskussion neu entfacht. Sein Thema ist das schmähliche Faktum: Die «Africains» waren eine Armee zweiter Klasse, als solche eingesetzt und verheizt – 1944 in Süditalien, in der Provence, in den Vogesen. Aus Nordafrika und überhaupt aus den Kolonien wurden Hunderttausende für den Wiederaufbau der 1940 zusammengebrochenen französischen Armee rekrutiert. (Hierzulande sind die «Spahis», die «dunklen Burschen aus der Berberei» mit ihren Pferden, als Internierte einer älteren Generation in farbiger Erinnerung.)
Von Senegal ins Elsass

«Indigènes» ist ein Kriegsfilm. Aber er ist es in diesem äusserst problematischen Genre immer nur gerade so weit, als es für das menschliche und das historische Drama unverzichtbar ist. Und ihm gelingt es, dem soldatischen Begriff der Ehre, mit dem so viel Schindluder getrieben wird, eine ganz unpathetische menschliche und soziale Qualität zurückzugeben. Dies allein ist bereits ein Kunststück. Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen fügt sich so zum Zeitbild, das alles andere als uniform ist. Kristallklar taucht aus Erzählung und Action ein vielschichtiger sozialer Kosmos unterschiedlicher Ethnien und Klassen mit allen ihren Hoffnungen und Demütigungen auf.

Was empört da mehr, die blinde Loyalität, die den Analphabeten Saïd ohne eigene Ambitionen an seinen Sergeanten (einen «Pied-noir») bindet, oder die bitter schwindende Illusion, sich die «égalité» auf dem europäischen Schlachtfeld verdienen zu können, wie ihr Abdelkader zuerst nachhängt? Und was berührt mehr: die zarten Gefühle von Messaoud (Roschdy Zem) zu einer Provenzalin, die ohne beider Wissen durch die Briefzensur gekappt werden, oder die Selbstverständlichkeit, in der für die Schwarzafrikaner aus Senegal frische Tomaten bei der Lebensmittelverteilung nicht vorgesehen sind – bis die Truppe rebelliert und der Sergeant Martinez (hervorragend: Bernard Blancan) einlenkt?

Lauter kleine, aufschlussreiche Episoden werden von Rachid Bouchareb und seinem Drehbuchautor Olivier Lorelle erzählt: bildstark, genau, nie didaktisch und doch informativ und facettenreich. Die Männer wachsen einem ans Herz in ihren Hoffnungen und Nöten, die immer über das Individuelle hinausweisen und ihren Status als Menschen zweiter Klasse spiegeln. Menschelnd aber ist dieser Film aus dem Krieg nie. Das ist mit das Verdienst eines hervorragenden Ensembles, das am Festival von Cannes kollektiv ausgezeichnet worden ist. Die grösste Überraschung ist dabei der in Frankreich populäre Komiker Jamel Debbouze in der Rolle des Saïd, der ein ernsthafter junger Mann ist.
Gespenstisches Endspiel

Die historisch-politische Dimension der 130 000 «Africains» im Kampf für die «Mère Patrie» indessen bündelt sich im Verlauf des Films in der Figur des Abdelkader. Sami Bouajilas Darstellung gipfelt am Ende in einer Sequenz von tiefer Stille auf einem dieser unendlichen, in den Vogesen-Hügeln geometrisch angelegten Soldatenfriedhöfe: Sechzig Jahre später sucht der gebrechlich gewordene Veteran und einzige Überlebende seiner Gruppe die Grabkreuze der Kameraden und kniet vor ihnen nieder.

Die Tränen, die sich hier ins Auge stehlen, sind Tränen der Scham nicht nur über ein Versäumnis der Grande Nation, sie stehen für weit mehr. Zuvor, eine gespenstische halbe Filmstunde lang, hat Rachid Bouchareb den letzten Kampf der «Africains» mitten im Winter in einem schäbigen elsässischen Dorf mit seinen verstörten Bewohnern als Endspiel in Szene gesetzt, bei dem es nur noch Verlierer gibt. So stringent, so unerbittlich präzise, so schrecklich ruhig, dass man die Montage danach bis ins Detail glaubt nacherzählen zu können. Das ist das Gegenteil des herrschenden Überwältigungskinos. Rar in diesem Genre. Ein Kino lässt sich dafür schwer finden, und das städtische Filmpodium schätzt sich glücklich, «Indigènes» als Premiere zeigen zu können. Auch ein sprechender Befund.

Hierzulande sind die «Spahis», diese «dunklen Burschen aus der Berberei», als Internierte in farbiger Erinnerung.




Bavarois Offline




Beiträge: 804

05.09.2007 23:57
#3 Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten
von Linny Bieber

In seinem preisgekrönten Spielfilm „Folgeschäden“ erzählt Regisseur Samir Nasr die Geschichte eines deutsch-algerischen Paares, dessen gegenseitiges Vertrauen von Terrorverdächtigungen zerfressen wird. Ein Film über Liebe, Vorurteile und Bombenleger in Zeiten globaler Bedrohungsszenarien, ab 6. September in den deutschen Kinos
Das Ehepaar Maya und Tariq genießt gemeinsame Momente.

Um mehrdeutige Ereignisse zu interpretieren, verwenden wir häufig bereits vorhandenes Wissen, sagen die Psychologen. Doch gibt es Situationen, in denen all unsere Erfahrungen und Vorkenntnisse nicht mehr zu existieren scheinen. Als würde nur noch das gelten, was an neuen, irritierenden Informationen auf uns einströmt. In Samir Nasr Spielfilm „Folgeschäden“, der am 6. September in die deutschen Kinos kommt, wird dieses Phänomen der verzerrten Wahrnehmung überaus deutlich. All die Jahre, die Maya (Silke Bodenbender) mit dem aus Algerien stammenden Virologen Tariq (Mehdi Nebbou) verheiratet ist, ihn in dieser Zeit kennen gelernt, ihm vertraut und einen gemeinsamen Sohn (Mahmoud Alame) aufgezogen hat, scheinen wie verpufft, als sich die Auswüchse des neuen globalen Terrors ihren Weg in den Alltag der bikulturellen Ehe bahnen.
Maya versucht ihre Angst vor ihrem Sohn Karim zu verbergen.

Der 11. September, die Anschläge in Madrid, mutmaßliche Terroristen, die in Hamburg aufgegriffen werden… Es herrscht ein allgemeines Gefühl der Bedrohung und Hilflosigkeit. Hinzu kommt, dass der gemäßigte Muslim Tariq „immer religiöser“ wird, wie Bekannte „beobachtet“ haben und darum in arroganter Unwissenheit das Bundeskriminalamt verständigen. Als das BKA auch Maya nach Auffälligkeiten fragt („Ist Ihnen aufgefallen, dass er sich in letzter Zeit verändert hat?“), weist sie die Verdächtigungen zunächst entrüstet von sich. Doch die allmählich zusammenkommenden vermeintlichen Indizien fressen sich durch das Vertrauen der sonst bodenständigen, offenen und toleranten Frau. Bald ist für Maya der Punkt erreicht, an dem sie all ihr Wissen über Tariq vergisst und nur noch auf die bedrohlichen Stimmen von Bekannten, BKA-Männern und Medien hört. Schließlich scheint alles darauf hinzuweisen, dass ihr algerischer Ehemann tatsächlich am Anschlag in New York beteiligt war, genauso wie an einem Bombenattentat in Paris, das Maya im Fernsehen sieht. Immerhin findet sie kurz darauf alte Flugtickets nach Paris – ausgestellt für den Tag, an dem der Anschlag erfolgt ist.

Die Schlinge zieht sich zu

Maya ist zwischen den BKA-Beamten und ihrem Mann hin und hergerissen.

Abgesehen von den vermeintlich konkreten Hinweisen verhält sich Tariq seltsam. Der sonst so humorvolle und feinfühlige Ehemann und Vater ist nun mehr fahrig, wütend und wird sogar gewalttätig, als ihm während eines Zoobesuchs mit der Familie zum wiederholten Mal BKA-Beamte auffallen, die ihn verfolgen. Er verschweigt seiner Frau, dass ein alter Freund, der streng gläubige iranische Muslim Reza, zu Besuch kommt. Plötzlich steht Reza vor der Tür, redet später im Wohnzimmer beunruhigend eindringlich auf Tariq ein; sein Morgengebet weckt die ganze Familie. Tariq verschweigt Maya außerdem, dass sein Arbeitgeber ihn beschuldigt, für das Verschwinden von Ebolaproben verantwortlich zu sein. So verkümmert die Kommunikation zwischen den Eheleuten, und die Schlinge um Tariqs Hals zieht sich allmählich zu. Das unterschwellige Misstrauen seiner Mitmenschen geht schließlich ins Existentielle. Sein Chef beurlaubt ihn wegen der verschwundenen Proben, seine Frau stellt misstrauische Fragen und durchwühlt schließlich tränenüberströmt die gesamte Wohnung.

Regisseur Samir Nasr hat für seinen Film Folgeschäden den Naguib Mahfouz-Prize gewonnen.

Der Film wirft Fragen auf: Würden wir ähnlich denken wie Maya? Würden wir Menschen in unserem engsten Umkreis des Terrorismus verdächtigen? Mittlerweile ist der 11. September knapp sechs Jahre her. Das Wort „Terrorismus“ ist so gängig geworden, dass es fast schon ein wenig an Macht verloren hat. Doch immer wieder führt einem die Realität vor Augen, dass das vage Gefühl von Bedrohung mitunter zur Wirklichkeit werden kann. Darauf weisen die jüngsten Vorfälle – der missglückte Anschlag auf den Glasgower Flughafen und die bombengespickten Autos in Londons Innenstadt – hin. Der Zuschauer kann Maya ihren Vertrauensverlust also nicht zum Vorwurf machen. „Spannend ist ja gerade die Frage, warum so etwas Leuten passiert, die es eigentlich besser wissen müssten“, sagt der 38-jährige Regisseur Samir Nasr. Zudem beruht „Folgeschäden“ auf wahren Tatsachen: Einer Bekannten von Filmautor Florian Hanig ist Ähnliches passiert. Der Handlungsaufbau, die Natürlichkeit, mit der die Hauptdarsteller das „Paar von nebenan“ sympathisch verkörpern, die Geläufigkeit der klischeehaften Äußerungen, die in den Dialogen vorkommen – all dies vermittelt eine Alltäglichkeit und Vertrautheit, die „Folgeschäden“ auch im Kino überzeugend machen wird. Seine kulturell übergreifende Wirkung hat Nasrs Film bereits bewiesen – er wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und erhielt als Auszeichnung unter anderem den Naguib Mahfouz-Prize auf dem 29. Cairo International Film Festival von 2005.

Folgeschäden. TV-Spielfilm, Deutschland 2004/2005, 89 Minuten. Regie: Samir Nasr, Buch: Florian Hanig, Kamera: Bernhard Jasper. Darsteller: u.a. Mehdi Nebbou, Silke Bodenbender, Mahmoud alame.
feriel Offline



Beiträge: 9

06.09.2007 00:18
#4 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

Vielen Dank Bavarios für den Filmtip. So bald wie möglich werde ich mir den Film ansehen. Danke

Bavarois Offline




Beiträge: 804

06.09.2007 00:44
#5 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

Salam Feriel,

gern geschehen Feriel. Nachricht ist Backofenfrisch ! Ich nehme an, viele deutsch-algerischen Paare werden sich den Film angucken.

Was-salam
waharania Offline




Beiträge: 672

06.09.2007 08:10
#6 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

ist der film im kino, auf dvd oder im fernsehen?

grit

feriel Offline



Beiträge: 9

06.09.2007 13:04
#7 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

Hallo wahrania,
eigentlich sollte der Kinostart heute sein.
Auf der Seite der Verleihfirma mec-film habe ich folgendes gelesen:

"Aufgrund unerwarteter Lizenzprobleme müssen wir den für den 6.9.07 angekündigten
Start von Samir Nasr's FOLGESCHÄDEN leider aussetzen. Wir bedauern das Ärgernis
sehr und hoffen, im Laufe der kommenden drei Wochen nähere Informationen
für Sie zu haben."
Der Link:
http://www.mecfilm.de/de/content/kino-ka...9.07/index.html

Infos über eine DVD oder TV-Ausstrahlung habe ich leider noch nicht gefunden.

Kasbahman Offline



Beiträge: 66

06.09.2007 13:22
#8 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

Von wegen Lizenzprobleme. Hängt garantiert mit den jüngsten Ereignissen zusammen.

Kabyle Offline



Beiträge: 451

06.09.2007 13:24
#9 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

Hallo,

den Film habe ich bereits vor einiger Zeit im Fernseher gesehen. Ich weiss nicht mehr auf welchem Kanal!
Ich glaube mich zu erinnern, er kam bei den öffentlich-rechtlichen zu einer späten Zeitpunkt nachts.
Er ist auf jeden Fall zu empfehlen, auch wenn man während und nach dem Film eine Art "Kugel im Bauch" hat.

Gruß und Salam

Kasbahman Offline



Beiträge: 66

06.09.2007 13:26
#10 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

Wenn solche Filme kommen, werden sie meist von "Arte" ausgestrahlt.

Kabyle Offline



Beiträge: 451

06.09.2007 13:28
#11 RE: Film - Bist Du ein Terrorist? Antworten

Hallo Kasbahman,

ja, es könnte sein, dass er bei Arte ausgestrahlt worden sei.

Gruß und Salam

Bavarois Offline




Beiträge: 804

01.09.2008 16:27
#12 Film - Letzter Tanz des Sommers Antworten

Der Erfolg ist bereits gesichert: Bei „Mamma Mia!“ sang sogar das Publikum, bei „Into the Wild“ flossen die Tränen und bei „Little Miss Sunshine“ wurde gelacht. Am Sonntagabend hat das oberösterreichische Sommerkino 2008 seinen letzten großen Auftritt.

Berührend, beeindruckend und bewegend: „Couscous mit Fisch“, im Originaltitel „La graine et le mulet“, soll am Sonntag um 20.15 Uhr auf dem Linzer OK-Platz als Abschluss des Sommerkinos noch einmal das Publikum begeistern.

Regisseur Abdellatif Kechiche erzählt in seinem dritten Werk die Geschichte des algerischen Einwanderers Slimane, eines Mannes, der sein Leben lang gedient hat und erst an seinem Lebensabend das Wagnis eingeht, sich seinen Traum zu verwirklichen. Ein Restaurant auf einem Schiff, in dem eine Spezialität aus seiner Heimat, Couscous mit Fisch, verkauft wird, soll es sein, gemeinsam mit seiner Stieftochter Rym (Hafsia Herzi) nimmt er das komplizierte Unterfangen in Angriff.

Vor allem wie Regisseur Kechiche diese Geschichte erzählt, ist bemerkenswert. Da wirbelt es vor Menschlichkeit auf der Leinwand, werden Dramaturgie-Erwartungen beiläufig gesprengt, verstecken sich im Stimmengewirr am Familientisch die kleinen und die großen Dramen und betören Essen und Kochen als pure Sinnlichkeit.

Ein sehenswerter Abschluss des diesjährigen Sommerkinos, das auf „intelligente, aber gut verträgliche Filme“ als Erfolgsrezept setzte, wie Moviemento-Chef Wolfgang Steininger sagt.

Mehr als 10.000 Menschen sind seit 15. Mai der Einladung in die Spielstätten in Linz, Freistadt, Lenzing, Vöcklabruck und Wels gefolgt. Für die Organisatoren ein unerwartet zufriedenstellendes Ergebnis: „Wir haben sehr unter der Witterung gelitten. Oft war es den ganzen Tag heiß und am Abend hat es geregnet. Das ist für uns das Ungünstigste – weil dann auch im regulären Kinobetrieb nichts los ist“, sagt Steininger.

Neben der ABBA-Musicalverfilmung „Mamma Mia!“ hat sich vor allem der heimische Oscar-Film „Die Fälscher“ als Publikumsmagnet erwiesen. Von der Sinnhaftigkeit des Projekts Kino unter Sternenhimmel ist Steininger ohnedies überzeugt: „Ich denke, dass wir auf diese Art auch neues Publikum erschließen, das dann leichter im Winter einmal in den regulären Kinobetrieb kommt“, sagt er. Um sich die Wartezeit auf die nächste Sommerkino-Saison zu verkürzen.




Kahina Offline



Beiträge: 7

06.09.2008 21:42
#13 Filmempfehlung: "Rachida" Antworten

msa el-cher!

Hätte da noch einen guten Film zu empfehlen, den ich im Internet gefunden habe, aber ihn bisher noch nicht sehen konnte:

Rachida, Algerien/Frankreich 2002, Regie u. Buch Yamina Bachir Chouikh.

Der Film handelt von einer jungen algerischen Lehrerin, die in den schlimmen 90er Jahren die Zeit in Algier erlebt. Mehr
verrate ich noch nicht dazu, aber ich glaube es lohnt sich, ihn anzusehen.

Wenn ich ihn gesehen habe, über Kontakte, erzähle ich mehr.

Salam,
Kahina

amra Offline



Beiträge: 156

16.06.2010 12:42
#14 RE: Film Antworten

Hallo,

hier ein Beitrag über das Filmfestival in Bejaia als wichtiger Treffpunkt der algerischen Filmszene:

http://www.radioafrika.net/2010/06/11/tr...chen-filmszene/

Gruß und Salam

amra

sinja.schwarz Offline



Beiträge: 13

22.09.2010 15:32
#15 RE: Film Antworten

wow super filmtipps hier, sobald sich die zeit ergibt werde ich dem ein oder anderen tipp nachgehen ;)

Fellag »»
 Sprung  
Surfmusik Live Radio Kostenloses Forum Hosting
gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB

Algier

Xobor Forum Software von Xobor | Forum, Fotos, Chat und mehr mit Xobor
Datenschutz