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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 2.037 mal aufgerufen
 KAFFEEKLATSCH
Seiten 1 | 2
Kabyle Offline



Beiträge: 451

18.12.2008 21:41
#16 RE: Schulden antworten

Hallo Salima,

in deiner Firma scheint es u. a. eher „anonym“ zu laufen. Ich stelle mir das sehr frustrierend vor.

„Das irrste was ich manchmal erlebe sind manchmal wüste Schuldzuweisungen innerhalb der Leitungsebene und konträre Anweisungen... der Vorgesetzte zieht in eine Richtung, der Geschäftsführer in die andere Richtung und man sieht sich plötzlich mittendrin in ihren kleinen Machtspielchen…“

Organisatorisch scheint es bei euch auch nicht zu funktionieren. Da Absprachen auf Leitungsebene anscheinend nicht vorhanden bzw. unwirksam sind. Die schlechte Stimmung sollte sich automatisch auf den Rest der Belegschaft übertragen. Das sind ja fast „algerische Verhältnisse“, die du da beschreibst.
Bei euch scheint das Ziel die Mittel zu heiligen, der Weg dahin dagegen beinhaltet, aus meiner Sicht, viele „Krankheitserreger“.
Im sozialen Bereich würden sich solche Verhältnisse fatal auswirken, wenn Klienten bzw. Patienten mitkriegen, dass die Fachleute, die sie betreuen und behandeln, so miteinander umgehen würden.

Gruß und Salam

Salima Offline




Beiträge: 279

18.12.2008 22:04
#17 RE: Schulden antworten

Hallo Kabyle,

Du hast es mit wenigen Sätzen sehr gut analysiert!!! Der Vergleich mit Algerien ist mir noch gar nicht eingefallen, und doch sind da einige Parallelen. Wir haben eine sehr gute Organisation auf dem Papier!!! Nur werden diese Regeln häufig durch Rivalitäten gebrochen...wie ähnlich das doch ist.

Liebe Grüße
Salima

Kabyle Offline



Beiträge: 451

19.12.2008 13:22
#18 RE: Schulden antworten

Hallo,

anbei ein Interview mit einem Arbeitspsychologen in "SZ"
Es passt zur jetzigen Thematik.

http://www.sueddeutsche.de/,ra7l1/jobkar...32/451940/text/

Gruß und Salam

1ka Offline



Beiträge: 107

19.12.2008 19:07
#19 RE: Schulden antworten


azul

ich habe aus zeitmangel die reaktionen nur uberfliegen. In krisenzeiten geht es meiner Meinung nach nicht darum warum meine Firma auch darunter zu leiden hat sondern um Strukturen und Mitteln im Einvernehmen effizienter einzusetzen. Mobing,Personalabbau,Schuldenaufnahme sind fur jeden manager der auf sich was halt ein Hororzenario. Es ist nicht akzeptabel ,kontraproduktiv von seiner Machtposition Druck auf die Belegschaft auszuube. Die krise soll andere Verhalnisse schaffen:was sind alle akteuren bereit zu opfern damit das Schiff unbeschadet diese Periode hinter sich bringt?
Die Krise kann dazu diennen die Manschafft zu schweisen ungeant Energieen ans Licht zu bringen. Mann muss manchmal unkonventionellen Wege gehen...
.
tschuss, ich muss abbrechen bonne fete a toutes et tous

Kabyle Offline



Beiträge: 451

19.12.2008 21:53
#20 RE: Schulden antworten

Hallo Salima, azul 1ka,

„Wir haben eine sehr gute Organisation auf dem Papier“

Es ist in manchen Unternehmen manchmal riesig der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Der richtige Weg ist zwar theoretisch bekannt, wird aber aus verschiedenen Gründen, nicht befolgt. Normalerweise muss ein professionelles Unternehmen in solchen Fällen verstärkt Supervision und externe Audits organisieren, um zu reflektieren was intern abläuft. Wenn man von einer „negativen“ Dynamik befallen wird, sind die Akteure innerhalb des Unternehmens oft nicht (mehr) in der Lage die Situation zu wenden. Da müssen neutrale Fachkräfte von Außen kommen.
Ich spreche nicht von Krisenzeiten, wo sowieso andere Instrumente, manchmal unkonventionell, wie 1ka sagt, in Frage kommen müssen.
Natürlich sollten Unternehmen Strukturen und Mitteln im Einvernehmen effizienter einsetzen. Dies ist leider bei vielen nicht der Fall. Wie viele davon betroffen sind, ist mir leider unbekannt.

Da der Mensch die meiste Zeit, wenn er nicht schläft, in der Arbeit verbringt, hätte ich gern in den Medien, vor allem Fernseher, mehr über diese Thematik gehört und mir gewünscht. Solche Themen zu mediatisieren, würde, aus meiner Sicht, die Schwierigkeiten und das Leiden vieler Arbeitnehmer reduzieren. Die meisten Medien bleiben leider bei ihrem „Leitbild“, Suche nach Sensation und Außergewöhnliches. Fast seltsam in Zeiten, wo das „Gewöhnliche“ noch nicht gemeistert wurde.

Gruß und Salam

Salima Offline




Beiträge: 279

20.12.2008 00:15
#21 RE: Schulden antworten

Hallo Kabyle,

da wir certifiziert sind, finden bei uns zum Beispiel regelmäßig Audits mit einem externen Unternehmen statt, ebenso haben wir in den letzten Jahren mit Hilfe eines zweiten externen Unternehmen unsere gesamte Produktion umstrukturiert, wodurch wir in einigen Bereichen unseren Output fast um die Hälfte steigern konnten, da wir die Fertigungszeiten wesentlich reduzieren konnten. In diesem Bereich haben wir in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Hier sehe ich auch weniger das Problem. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass unsere Probleme im wesentlichen dem Bereich der Unternehmenskultur zuzordnen sind....Kommunikation, Absprachen, Beziehungen auf Leitungsebene, Beziehungen der Belegschaft untereinander sowie von oben nach unten.... Hier könnte ich mir ein Choaching vorstellen.
Bei Fehlern und Mängeln stehen Diskussionen um Schuldfragen leider oft im Vordergrund, nicht selten wird zu viel Energie und Zeit verschwendet, da man erst den "Schuldigen" ausfindig machen muss, als schnell und unkonventionell nach Lösungen zu suchen. Manche Rivalität wird auch zu Lasten des Kunden ausgetragen, möglicherweise ist es denjenigen oft nicht Bewusst.

Nur ein Beispiel: Konstrukteur hat einen Fehler gemacht, Abteilung MW muss neue Teile ordern, tut es aber nicht mit dem Argument: "wir haben ordnungsgemäß nach Zeichnung bestellt, Lieferant hat nach Zeichnung geliefert....juckt uns nicht, wir bestellen nichts mehr, Abteilung Konstruktion soll endlich mal auf die Nase fallen...." Abteilung VK zerreisst sich, fühlt sich wie ein Bittsteller, weil letztendlich der Kunde bedient werden muss/soll.... Reaktion des Verkaufsleiters: "ach wissen sie, ich hab' die Nase voll, ich ziehe mir die Jacke nicht an, soll doch die Konstruktion sehen wo sie bleibt!" Ähmmm....???? Der Kunde scheint vorerst vergessen zu sein. Die Folge: "Mitarbeiter aus VK hört sich aus MW einen Vortrag über unsinnige Kosten an, zieht sich anschließend erfolglos auf seinen Platz zurück, ist frustriert und sollte der Kunde anrufen, lässt er sich von der Dame an der Zentrale verleugnen, weil ihm nichts mehr einfällt. Einen halben Tag oder einen Tag später hat sich die MW beruhigt und "nölt" Abteilung VK an: "was war das nochmal, sie wollten doch...." Der frustrierte Mitarbeiter aus dem VK antwortet patzig: " Ich will gar nichts, ich brauche den Mist nicht, der Kunde benötigt..." und wenn es ganz hart kommt ist dieser Mitarbeiter, der nur seinen Job machen wollte frustriert über seine Kollegen, die das Glück haben A-Kunden zu betreuen.

Ich weiß ja nicht, ob dieser Umgang in anderen Firmen auch so an der Tagesordnung ist. Ich muss zugeben, das war nicht immer so. Das hat sich erst so entwickelt, als der Abteilungsleiter, der sich Prokura erhofft hatte keine bekam und stattdessen ein anderer Prokura bekam und zusätzlich ein neuer Konstruktionsleiter eingestell wurde, mit dem beide nicht können oder wollen.

Ich denke, auch das ist Verschwendung von Ressourcen, verursacht unnötige Kosten und macht Arbeitnehmer krank. Ob wir uns dieses Verhalten in der Krisenzeiten noch leisten können ist auch fraglich...

Lg
Salima

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