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Dieses Thema hat 20 Antworten
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 KAFFEEKLATSCH
Seiten 1 | 2
Kabyle Offline



Beiträge: 451

10.12.2008 21:01
Schulden Antworten

Hallo,

In der Verlängerung der Thematik Finanzkrise.

Ein Thema, was mich auch interessiert. Es ist aktueller als sonst.

Welche positiven und negativen Auswirkungen sind, aus eurer Sicht, mit Schulden verbunden?

Wenn euch meine Fragen zu viel sind, eine Art "Überschwemmung" in der bisher trockenen Oase, sagt bitte Bescheid, ich werde mich zurücknehmen.

Grauß und Salam

Kabyle Offline



Beiträge: 451

10.12.2008 21:03
#2 RE: Schulden Antworten

ich meinte natürlich am Ende: Gruß und Salam

1ka Offline



Beiträge: 107

10.12.2008 23:44
#3 RE: Schulden Antworten


Saha,

Welche: Staat oder privat

Ich werde wie geschrieben nur lesen und Tee trinken bsahtek oula fsahaq!

ich melde mich ab! good luck. over and out!

Kabyle Offline



Beiträge: 451

11.12.2008 13:26
#4 RE: Schulden Antworten

Azul fellak 1ka,

wenn es nach mir gehen sollte, würde ich mit Privatschulden anfangen und dann langsam nach oben Richtung Staat gehen.

artufat

1ka Offline



Beiträge: 107

12.12.2008 12:02
#5 RE: Schulden Antworten

Zitat von Kabyle
Azul fellak 1ka,
wenn es nach mir gehen sollte, würde ich mit Privatschulden anfangen und dann langsam nach oben Richtung Staat gehen.
artufat


1. Versuchserklärung, Stellungsnahme.

Azul fellak a ya kebaili,

Kreditvergabe bedeutet Vertrauen: Kreditor nimmt Kredit auf.> Höhe der Kredit .nimmt zu (Kr + NK + Zinsen. (Zeit) = Erstattung in der. Vertragl. Vereinb Laufdauer

Zahlungsmitteln - in der Gegenwarte- sollen verteuert in d. Zukunft erstattet werden

Kreditarten werden bewußt außer Acht gelassen.

Man hat sich im Vorfeld „schlau“ gemacht (Marktanalyse). Bank hat Kreditwürdigkeit geprüft und Kreditsumme gewährt. Man hat auf Zeit Verpflichtungen auf sich genommen1….

Hand aufs Herz wer wird sich in der heutiger zeit eines Kredits aufnehmen?
Zitat von Kabyle
Azul fellak 1ka,
wenn es nach mir gehen sollte, würde ich mit Privatschulden anfangen und dann langsam nach oben Richtung Staat gehen.
artufat


Konjunkturkrise vernichtet Jobs (die Banken selbst stecken darin) Umfeld wackelt. Firmen die gestern noch Zuwachs meldeten melden heute Kurzarbeit an manche entlassen Toyota – weltweit No 1 will wegen der Krise seine Investitionen um bis zu 40 % kürzen, Sony streicht 8000 Stellen , Fiat saniert. Dt Firmen stehen nicht besser da (.Auto, Metal1industrie u.a nehmen ab)

Wie bereits woanders erwähnt habe: Prioritäten und Konsumverhalten müssen umgedacht werden..
Zinsen mögen noch mehr senken. Eines bleibt: Unsicherheit. Womit sollte man sein Kredit tilgen?

Die Bundesregierung hat, in Ihrem Konjunkturpaket die Maximale Förderdauer f. Kurzarbeiter von 12 auf 18 Monaten verlängert *

Nach Einschätzung des Essener Wirtschaftsforschungsinstitut RWI droht der größte Wirtschaftliche Rückschritt seit Gründung der BR ( in Sept 09 : Wachstum Vorhersage + 0,7 % nun erwartet es ein Minus von 2,0 %)*

Sind diese * Anzeichen die für eine Kreditaufnahme plädieren?
Ist man sicher, daß man am eigenen Arbeitsplatz durch Kurarbeit oder Entlassung nicht bedroht ist?

Rationalisierung macht vor Titel keinen Halt

Ich werde auf keinen Fall es nicht machen wollen (auch nicht, wenn es mir bewußt ist, daß meine Zurückhaltung -durch Multiplikationsfaktor- das Kreditgewerbe hemmen könnte)


Kabyle Offline



Beiträge: 451

12.12.2008 13:44
#6 RE: Schulden Antworten

Azul 1ka,

du scheinst dich im Finanzsektor gut auszukennen und es freut mich, da ich sicherlich einiges von dir in diesem Bereich lernen könnte.
Abgesehen von der jetzigen Finanzkrise, inzwischen Wort des Jahres in Deutschland, möchte zuerst auf die Privatschulden allgemein eingehen. Denn ich kenne viele Leute, deren Entwicklung, Verhalten und sogar, Existenz bzw. Schicksal dadurch stark beeinflusst wurde.
Schulden zu haben, stellt zuerst, aus meiner Sicht, ein Abhängigkeitsverhältnis dar, das die Freiheit des Menschen stark einschränken kann. Ich kann mich dabei nicht hindern, eine Art Analogie, mit der Situation vieler Frauen in der dritten Welt, zu sehen und ihre wirtschaftliche Abhängigkeit von den Männern. Ob so etwas weit geholt ist? weiß ich nicht, es hängt möglicherweise mit meinem Beruf zusammen. Algerien in diesem Fall würde ich zur dritten Welt zählen, mögen einige nationalistische Algerier sich ärgern.
Schulden auf sich zu nehmen, kann, aus meiner Sicht wie gesagt, die Freiheit einschränken.
So einschränken, dass man sich nicht zu wehren traut, wenn man z. B. ungerecht behandelt wird oder schlimmer noch dazu gebracht wird, Sachen zu tun, die gegen seine Überzeugung oder gar das Recht stoßen.
Ich kann mich an viele Klienten erinnern, die unter anderem Opfer von Mobbing waren und auf sich sehr viel nehmen mussten, da sie Angst hatten, wegen, vor allem, ihren Schulden (Haus, Auto usw.), alles zu verlieren. Diese heftige psychische Belastung mit allen ihren Konsequenzen ist, aus meiner Sicht, vergleichbar mit anderen Formen des Leidens auf der ganzen Welt.
Es wäre erstmal mein Einstieg, was diese Thematik angeht.

artufat

Kabyle Offline



Beiträge: 451

13.12.2008 20:14
#7 RE: Schulden Antworten

Hallo,
da im letzten Beitrag die Rede auch vom Arbeitnehmer war, könnte der folgende Beitrag der süddeutschen Zeitung -Link- von heute passen.
Für alle Arbeitnehmer könnte es interessant sein.

http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/jobkar...30/451344/text/

Gruß und Salam

Salima Offline




Beiträge: 279

14.12.2008 16:21
#8 RE: Schulden Antworten

Hallo Kabyle,

Deine Meinung, dass Schulden ein Abhängigkeitsverhältnis darstellen möchte ich bestätigen. Der Schuldner geht meist auf einen Zeitraum, den er in der Regel nicht überblicken kann, eine Verpflichtung ein. Er fühlt sich anschließend innerlich verpflichtet, über den gesamten Zeitraum über das gleiche Einkommen zu verfügen. Wenn dann ein Bausteinchen wackelt, fällt nicht selten sein gesamtes "Konstrukt" zusammen.
Noch toppen kann man das Ganze, wenn einzelne Arbeitnehmer einen Kredit vom Arbeitgeber erlangen. In unserer Firma ist das Gang und Gebe. Die Konditionen sind scheinbar günstig, unterschätzt wird leider, dass der Chef in diesem Fall einen wunden Punkt entdeckt hat.... und nun wird all zu gern in dieser Wunde gebohrt. Der Arbeitnehmer ist meiner Meinung nach nun in doppelter Hinsicht abhängig..... die Schulden an sich, die er bei einer Bank auch hätte und zusätzlich das Wissen seines Arbeitgebers über seine wirtschaftliche Situation. Früher habe ich mich immer gewundert, warum auf einige Mitarbeiter mehr Druck ausgeübt wird, als auf andere..... Die Mitarbeiter mit Schulden sind leider oft bereit jeden Druck von ausßen mit "Ja" und "Amen" zu begegnen. Doch wird sie das in wirtschaftlich schweren Zeiten, wenn Arbeitsplätze abgebaut werden retten? Ich denke, nein...was unsere Firma betrifft, so hat unser Chef seine Achtung vor ihnen an dem Tag verloren, als sie widerstandslos begannen zu allem "Ja" zu sagen... Ich weiß nur nicht so richtig, ob der Druck zu erst da war oder das "Ja-Sagen" zu allem und jeden.

Liebe Grüße
Salima








Kabyle Offline



Beiträge: 451

14.12.2008 19:02
#9 RE: Schulden Antworten

Hallo Salima,

Ohne alle mögliche Arbeitgeber diskreditieren zu wollen, denke ich, dass die „Geldverwalter“ Geschäftsführer oder wie sie auch immer heißen, zu viel Macht besitzen.
Sie müssen diese Macht nicht missbrauchen, sie können es aber. An dieser Schnittstelle zwischen dem Verwalter und den Verwalteten fehlt, aus meiner Sicht, einfach Transparenz.
Wieso muss und kann der „Verwalter“ alles wissen, was unter ihm abläuft. Und die Verwalteten wissen sehr oft nicht, was oben abläuft.
Gerade in einer Demokratie ist es für mich ein Widerspruch.
Ich kann mich an einer gemeinnützigen Einrichtung erinnern, wo ich vor einigen Jahren tätig war.
Es ging dort um behinderte Menschen, die stationär versorgt waren.
Eines Tages beschloss der Geschäftsführer eine Investition in Form einer modernen Wäscherei zu tätigen, die auch für externe Kunden zur Verfügung stand.
Diese Wäscherei schrieb nach einem guten Beginn nur noch rote Zahlen. Erst nachdem die Schulden einen Million überschritten hatten, beschloss der Geschäftführer diese „Prestigewäscherei“ zu schließen.
Die Konsequenzen waren dann heftig. Das Betreuungspersonal für die Behinderten wurde reduziert und sogar die bisherigen Aktivitäten und Therapieformen der Klienten litten darunter, da sie auch gekürzt wurden, um die entstandenen Schulden in Form von monatlichen Raten bei der Bank zu zahlen.
Ich spreche wohlgemerkt von einer so genannten gemeinnützigen Einrichtung, die indirekt mit Staatsgeldern d.h. Steuergeldern finanziert wird.
Der Geschäftführer ist immer noch an der Macht. Mitarbeiter, die mit dem „Waschen“ nichts zu tun hatten, mussten weg. Die Behinderten verstanden nichts.
Das sind die Sachen, die ich bis heute noch nicht verstehen kann und will.


Gruß und Salam

Salima Offline




Beiträge: 279

17.12.2008 21:02
#10 RE: Schulden Antworten

Hallo Kabyle,

tut mir leid, dass ich erst heute zum Schreiben komme. Die mangelnde Transparenz kann ich nur bestätigen. In der Verwaltung sehen wir normalerweise die Zahlen für die Umsätze und Auftragseingänge. Aber was sagt das aus? Eigentlich nicht viel.... Die Firmenleitung hat somit immer die Möglichkeit zu sagen, dass wir zwar unser geplanten Umsatzziele erreicht haben, diese jedoch leider durch die unverhofft eingetretenen hohen Kosten sozusagen aufgefressen wurden. Arbeiter und Angestellte werden in diesem Fall nicht am Unternehmenserfolg beteiligt oder nur gering beteiligt (Prämienausschüttung), während sie bei einem Misserfolg immer beteiligt werden (Kurzarbeit, Entlassungen).

Verstehen kann das sicher niemand. Meine subjektive Einschätzung sagt mir leider, dass das ziemlich häufig vorkommt.

Liebe Grüße
Salima

Kabyle Offline



Beiträge: 451

17.12.2008 21:27
#11 RE: Schulden Antworten

Hallo Salima,

ich bin auch deiner Meinung, ich denke aber trotzdem, dass mehr Transparenz mit mehr Vorsicht der "Verwalter" begleitet wird.
Abgesehen davon wirkt sich alles anders auf die Motivation der Arbeitnehmer.
Ein Arbeitnehmer, der eine transparente Orientierung von oben erfährt, ist für mich eine "andere" Person.

Gruß und Salam

Salima Offline




Beiträge: 279

17.12.2008 21:41
#12 RE: Schulden Antworten

Hallo Kabyle,

Du hast völlig Recht. Ich habe nur noch nicht verstanden, warum sich das noch nicht bis in alle Leitungsebenen herumgesprochen hat. Ich beobachte oft, dass gern mit den Instrumenten Druck und Angstmache gearbeitet wird. So gibt es immer wieder Mitarbeiter, die zwar anwesend sind und irgendwie auch ihren Job machen, innerlich aber längst gekündigt haben.

Als ehemalige "DDR-Bürgerin" kommt mir einiges bekannt vor und ich frage mich oft, wo hier die Freiheiten sind. Einerseits erwartet man mitdenkende Mitarbeiter, andererseits ist es doch wieder nicht gefragt. Aber das führt zwangsläufig vom Thema Schulen weg...

Liebe Grüße
Salima

Kabyle Offline



Beiträge: 451

17.12.2008 21:57
#13 RE: Schulden Antworten

Hallo Salima,

so etwas spricht sich leider auf Leitungsebene kaum herum, es müssen Vorschriften vom Gesetzgeber kommen.
Wie im Falle des Geschäftführers, den ich erwähnt habe, sehen sich die meisten Leitungsebenen in einer ständigen Konkurrenz zu anderen. Es ist wie dieser Nachbar, der das gleiche Auto haben möchte, wie der Mann von nebenan, obwohl er mit seinem bisherigen Auto auch gut, vielleicht sogar besser, fahren kann.
Die oft gepriesene Freiheit scheint mir hauptsächlich sich auf eine bestimmte "Schicht" zu beschränken.
Wobei tun mir auch manche Personen auf Leitungsebene (eine Minderheit) manchmal Leid. Sie sind für solche Aufgaben, trotz ihrer Bildung, nicht geschaffen. Sie wollen/können es aber oft nicht einsehen.

Gruß und Salam

Kabyle Offline



Beiträge: 451

17.12.2008 22:15
#14 RE: Schulden Antworten

Hallo Salima,

um noch einmal auf die Schulden zurück zu kommen, auch wenn vieles zusammenhängt, wollte ich noch hinzufügen.
Ich habe viele Leute getroffen, die das "sich verschulden" eine Art Zielsuche darstellte. Sie haben damit einen Grund, sich weiter zu motivieren. Es erreicht bei manchen manchmal eine religiöse Dimension.
"Ich habe Schulden, dann bin ich!" ich habe ein Ziel im Leben.

Gruß und Salam

Salima Offline




Beiträge: 279

17.12.2008 22:37
#15 RE: Schulden Antworten

Hallo Kabyle,

also wenn ich nur unsere Firma betrachte, dann tun mir unsere Manager nicht leid....jedenfalls nicht in der Form von menschlicher Anteilnahme. Mein direkter Vorgesetzter hat zum Beispiel überhaupt keine Ahnung was ich mache und in welchem Umfang, interessiert ihn auch nicht, weil es nur indirekt mit ihm zu tun hat.... andererseits stellt mir dieser Mensch jährlich eine Beurteilung aus, obwohl er eigentlich nicht weiß, was und wie er mich beurteilen soll.... Er sieht sich auch innerhalb des Unterenehmens in Konkurrenz zum Geschäftsleiter.... wie absurd, er kann noch Jahre dort arbeiten und wird trotzdem nicht den gleichen Standard erreichen. Das irrste was ich manchmal erlebe sind manchmal wüste Schuldzuweisungen innerhalb der Leitungsebene und konträre Anweisungen... der Vorgesetzte zieht in eine Richtung, der Geschäftsführer in die andere Richtung und man sieht sich plötzlich mittendrin in ihren kleinen Machtspielchen und fragt sich, ob man jetzt linksherum oder rechtsherum rennen soll oder doch in beide Richtungen gleichzeitig..... Da bin ich doch ganz froh, dass ich mir im Laufe der Jahre meine kleinen Freiheiten erkämpfen konnte. Meine Kollegen tun mir manchmal leid.

Liebe Grüße
Salima

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